Gut 73 Prozent der Menschen die in Deutschland auf Pflege angewiesen sind, werden ambulant in den eigenen vier Wänden betreut. Das entspricht rund 2.9 Millionen pflegebedürftigen Menschen. So verwundert es auch nicht, damit es derzeit rund 15.000 ambulante Pflegedienste gibt. Der Großteil, nämlich zu 60 Prozent sind dabei in privater Hand. Das sieht bei Pflegeheimen schon ganz anders aus. Hier sind es nur 46 Prozent, der Großteil ist in öffentlicher Hand. Gerade wenn man als Pflegekraft arbeitet, hat man eine Wahl. Möchte man lieber in einem stationären Pflegeheim arbeiten oder im ambulanten Pflegedienst?

Viele Faktoren spielen eine Rolle bei der Entscheidung

Als Pflegekraft sollte man bei der Frage Pflegeheim oder ambulanter Pflegedienst, zum Beispiel die Arbeitsbedingungen vergleichen. Wie Erhebungen zeigen, sind Pflegekräfte in der ambulanten Pflege zufriedener. Vor allem der fehlende Druck wird dabei als Vorteil genannt. Man hat in einem begrenzten Umfang mehr Zeit, auf den Menschen einzugehen.

Als dieses vielleicht in einem Pflegeheim gerade möglich ist. Schließlich muss man in der ambulanten Pflege, jeden Pflegebedürftigen einzeln aufsuchen.

Die Anfahrtszeiten sind dabei mit fünf Minuten in der Regel gering. Wobei es je nach Bundesland und Region auch längere Anfahrtszeiten geben kann. Doch letztlich darf man eine solche Aussage nicht verallgemeinern. Zum einen kann es immer solche und solche Arbeitgeber geben. Das gilt sowohl beim privaten Pflegedienst, als auch in einem Pflegeheim. Zudem kommt es auch immer auf die Region an.

Bei einem ambulanten Pflegedienst in einer ländlichen Region, werden die Anfahrtszeiten teils deutlich länger als fünf Minuten sein. Und als Pflegekraft sollte man natürlich immer die Bezahlung auch in den Blick nehmen. Gute Arbeitsbedingungen sind nämlich nur ein Aspekt. Wie Erhebungen hier zeigen, gibt es teils erhebliche Gehaltsunterschiede zwischen Ambulant und Heim von bis zu 36 Prozent. Das erklärt die Bundesregierung 2019 auf eine Anfrage im Bundestag.

Wenn eines deutlich wird, es gibt teils große Unterschiede. Und aus diesem Grund sollte man sich in seiner Region als Pflegekraft die Angebote genau ansehen. Sei es die Arbeitsbedingungen wie die Arbeitszeiten, der Verdienst und auch eventuelle Vergünstigungen.

Nur über diesen Weg sich die Angebote genau anzusehen, kann man am Ende entscheiden, ob es ein ambulanter Pflegedienst oder ein Pflegeheim wird oder nicht.

Es wird immer wieder gefordert, dass Politiker im Bereich der Pflege ein Praktikum absolvieren sollen, was aber bis heute leider immer noch nicht umgesetzt wurde. Dadurch wäre es aber möglich, dass man direkt einen Bezug zu der enormen Leistung, die ein Pflegepersonal jeden Tag leistet, bekommt. Nur so, ist es den Politikern möglich mitreden zu können und sich direkt vor Ort ein Bild zu machen.

Es ist zum einen dringend notwendig, dass die Politiker, die ja die Entscheidungen treffen und auch über die Gelder in diesem Bereich verfügen, klarzumachen, was es bedeutet einen Menschen zu pflegen. So würden sie mitbekommen, wie viel Zeit, Energie, Motivation und Hingabe eine Pflegerin und ein Pfleger jeden Tag aufs Neue aufbringen muss, um diese schwere Tätigkeit gut ausführen zu können.

Warum ist der Pflegeberuf so wichtig?


Es werden immer mehr Menschen, die entweder durch einen Unfall, eine Krankheit oder ihr zunehmendes Alter auf Hilfe im alltäglichen Leben angewiesen sind. Oft können die Angehörigen aber nicht einspringen, daher wird die pflegebedürftige Person von einer Pflegekraft betreut und unterstützt. Dies geschieht entweder zu Hause, in dem der Pfleger je nach Bedarf vorbeikommt oder in einem Alten- oder Pflegeheim.

Verdient man im Bereich Pflege gut?


Die Bezahlung des Pflegepersonals ist immer wieder ein Thema bei den Politikern. Sie ist aber nach wie vor deutlich zu gering. Daher wäre es ein absolut wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn ein Politiker ein Praktikum in der Pflege absolvieren würde.

Depressionen durch Einsamkeit

Jeder zehnte in Deutschland leidet an Einsamkeit. Das
bedrückende, schmerzliche Gefühl des Allein seins ist damit ein Phänomen, das
mehr Menschen betrifft, als man im ersten Moment annehmen könnte. Die Folgen
der Einsamkeit werden unterschätzt. Nicht selten resultieren Depressionen oder
allgemeine Ängste aus diesem Gefühl.

Risikogruppe Pflegekräfte

Der Mensch ist nicht dazu gemacht, allein zu sein. Die
ersten Menschen lebten bereits in Gruppen. Wer allein war, dem blieb eine
langfristige Zukunft verwehrt. Leider sind es besonders Pflegekräfte, die von
Einsamkeit betroffen sind. Gerade diejenigen, die sich um Hilfsbedürftige
kümmern. Schuld daran sind häufig die Schichtarbeit und damit ein untypischer
Arbeitsrhythmus. Dieser erschwert es, Kontakte zu Menschen halten zu können,
die täglich von neun bis 18 Uhr arbeiten gehen. An diesem Punkt setzt
Pflegersingles.de an. Hier können sich Menschen treffen, die in derselben
Berufsgruppe arbeiten oder die es sich vorstellen können, mit einem Pfleger
oder einer Pflegerin eine Beziehung aufzubauen und mit dessen Arbeitszeiten
zurecht zu kommen.

Pfleger haben es nicht verdient, einsam zu sein

Die Arbeit in der Pflege kann gleichermaßen Fluch und Segen
sein. Pflegekräfte sind in der Gesellschaft unersetzlich und sehen ihre Arbeit
als Berufung. Sie kümmern sich um alte oder kranke Menschen. Sie sind
hilfsbereit und empathisch. Während sie bedürftige Menschen Pflegen, ist es
auch ihre Bestimmung, ein offenes Ohr für die Patienten zu haben und ihnen ein wenig
das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Umso trauriger ist die Tatsache,
dass vor allem diese hilfsbereiten Menschen keinen festen Partner haben und von
einer hohen Scheidungsrate betroffen sind. Sie verdienen einen Partner, dem sie
sich anvertrauen können und der für gemeinsame Unternehmungen zu haben ist,
selbst wenn unregelmäßige Arbeitszeiten das Leben bestimmen.